Gottes geheimnisvolle Wege…

Na ja, wenn man an die Vorbestimmungstheorie glaubt dann fragt man sich automatisch irgendwann, warum bekomme ich eigentlich ständig in die Fresse wenn andere Leute ihren krankheitsbedingten Ego oder Ihren von schizophrenen Begleitzuständen geprägten asozialen Umgang mit uns pflegen.

Das hört sich jetzt vielleicht ein wenig böse an und wenn ich ehrlich bin, ist es das auch.
Jedoch muss ich mich hier nicht erst outen, jeder der mich auch nur im Ansatz kennt, der weiß allein aus der Vergangenheit heraus, dass mir labile sich gerne selbst bedauernde die sich garnicht helfen lassen wollen oder gar (Geistes) kranke Menschen hier auf FB auf den Sack gehen. Natürlich gibt es die auch in der normalen Welt und erst gestern hab ich wieder den Deppen spielen müssen. Jedoch grade auf FB würde ich am liebsten wie beim Auto einmal angedacht, den Gehirnzustand statt des Alkoholwertes messen lassen.

Wenn man wie ich mit Kunden konfrontiert ist, von denen man weiß, dass sie eigentlich nicht in ein Geschäft gehören, sondern eher in eine geschlossene Therapiegruppe dann kann man davon ausgehen, dass es an sozialem Arrangement nicht fehlt. Aber Vorsicht, soziales Arrangement bedeutet keineswegs auch Lob, Anerkennung und sozialer Frieden.
Mein Schlüsselerlebnis findet prinzipiell mindestens einmal im Jahr an Weihnachten statt. Immer wenn es darum geht Rechnungen zu versenden und auf deren Bezahlung zu warten. Theoretisch ein guter Zeitpunkt für einen tollen Jahresabschluss, wenn da nicht die sich jährlich wiederholenden Dinge und Fragen wären, die das Leben dann noch mal kurz vor 12 so richtig durcheinander schütteln.
Wenn dann plötzlich der Alzheimer wieder zuschlägt und nach der Mahnung meinerseits dann der Anruf Kundenseits folgt in dem man angepöbelt mit der Frage für was sollte ich denn zahlen, wie all die Jahre zuvor den immer wieder auswendig gelernten selben Text abspult in dem es heißt, Sie haben bestellt, wir haben geliefert, was fehlt ist ihre Zahlung.
Ach wäre es nur das, da könnte man ja noch mit leben. Aber dann kommen natürlich die ewigen und immer gleichbleibenden Debatten: Ach wann war denn das und wofür war denn das und was beinhaltete das eigentlich. Nach jahrelangen Erklärungen läuft da selbst bei einem wie mir irgendwann der Topf über und man antwortet zugegebenermaßen schnippisch „Na das erkläre ich bereits seit 8 Jahren“.

Wohlwissend, dass all seine Ärzte geraten hatten das Geschäft zu schließen und eine Auszeit zu machen, sich in Therapie zu begeben und nicht nur Psychopharmaka zu fressen. Striktes Fahrverbot für Kraftfahrzeuge aller Art und und und…

Alles ignoriert und die Ärzte als Idioten abgestempelt.
In den kurzen klaren Momenten schon sehend, dass das Problem man selbst ist und dann doch wieder jeden erschlagend, der sich nicht einlässt auf das sich immer und immer wiederholende Spiel der Gedächtnislücken.
Oft habe ich mich schon dabei erwischt dem ganzen ein Ende zu setzen und das ganze anzuzeigen. Wenn es nur um einen verwirrten Menschen ginge, der allein vom Wege abgekommen ist, dann würde man ihn einfach zum Arzt bringen und an der Rezeption abgeben, grade so wie den kleinen Olaf an der Zentrale bei Karstadt.
Aber hier geht es um mehr.

Durch eine jahrelange Geschäftsbeziehung wird man plötzlich zum Mitwisser oder sogar zum Mittäter!

Natürlich kann man sich dem sehr einfach entziehen, in dem man eine Geschäftsbeziehung wie jede andere Beziehung einfach auflöst, sie beendet.

Jedoch ganz so einfach ist es nicht. Wenn man ein Zahnrad der Aussendarstellung einer Firma ist und urplötzlich die Lichter ausschaltet trägt man am Ende unter Umständen sogar noch eine größere Schuld.
Nichtsahnend gerät man hinein und plötzlich ist man ein Zahnrad in einem Getriebe das nur noch laut nach Fett brüllend läuft und man kann es nicht verlassen.

Man steht mit sich selbst immer mehr im Konflikt weil man plötzlich feststellt, dass man fremdes asoziales Handeln durch eigenes asoziales Handeln unterstützt.

Ich sehe mich nicht erst seit gestern immer mehr als Opfer meiner von sozialer Empathie geprägten aufopferungsvollen Hilfsstrategien.

Opfer deswegen, weil mir manchmal der Kopf nach dem warum, wie, wo und wie lange noch überquillt und ich dafür auch noch richtig in die Fresse kriege.

Zugegebenermaßen in die Fresse kriege von einem der sich selbst und sein Leben nicht mehr im Griff hat, der sich in einer Art von Wahn selbst überschätzt und dem es egal zu sein scheint ob er sich oder wen auch immer gefährdet.

Er sieht es schier nicht mehr und kann es nicht einschätzen, dass er skrupellos über jene Leichen wandert die er vorher selbst fein säuberlich aufgetürmt hat.
Ziehst du sozial pflichtbewusst den Stecker hat Deutschland einen Pflegefall und einen Sozialabhängigen mehr.

Ziehst du den Stecker nicht, dann bist du vielleicht Mitschuld an einer ganz anderen Tragödie, die noch nicht einmal absehbar ist.

Und letztlich ist es wie so oft:
Was du machst ist verkehrt.

Zumal es in dem speziellen Fall keinen Weg gibt wirklich unbeschadet aus der Sache herauszukommen.

Egal was kommt und wie, es wird immer dieser Restgeschmack bleiben der dir sagt:
„hätte man nicht…“
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Foto/Text JK ©30/12/2015

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