Happy new Year…

Von der Kraft der richtigen Naivität…
Naivität bzw. Blauäugigkeit (zugehöriges Adjektiv naiv, von französisch naïf ‚kindlich‘, ‚ursprünglich‘, ‚einfältig‘, ‚harmlos‘, ‚töricht‘) kann als eine verkürzte, in den allgemeinen Sprachgebrauch übergegangene Form von „nativ(e)“ (gebürtig, ursprünglich) angesehen werden. Im Allgemeinen werden Menschen als naiv bezeichnet, die Umstände und Handlungen nicht angemessen bewerten können. Oft gilt „naiv“ als Synonym für leichtgläubig, arglos, leicht verführbar oder unwissend.
So definiert das zumindest Wikipedia.
Als Kind stellte ich mir das Reichsein folgendermaßen vor:

Man hat so viel Geld, dass man keins mehr will. Selbst für einen Sechsjährigen scheint mir das naiv. Ich weiß nicht, wann mich die bittere Erkenntnis traf, dass man immer mehr haben will, als man hat.
Noch als junges Bübchen hatte ich abwegige Vorstellungen vom Erwachsensein.

Ich glaubte, wenn man älter wird, lösen Probleme sich einfach auf. Keine Ahnung, wie ich darauf kam.

Wahrscheinlich dachte ich, wenn man seinen Kummer begreifen könnte, ginge er weg. Nie hätte ich gedacht, dass man auch als erwachsener Mensch manchmal einfach nicht weiterweiß.
Die Leute mit den grauen Haaren sahen immer so aus, als wüssten sie besser Bescheid als ich. So haben sie das mir gegenüber auch immer dargestellt.
Ich hätte es auch nicht für möglich gehalten, dass es Wunden gibt, die die Zeit nicht heilt.

Letzteres ist ja leider offensichtlich beim Älterwerden:
Manche Schwellung und Falte, die am Vorabend noch nicht da war, wird nicht wieder weggehen, sondern für immer bleiben.
Unsere Zeit läuft kontinuierlich ab, man sieht ihr ständig hinterher, und nichts ist gelöst,

…so ist das Erwachsensein.

Klar wird einem erst da, warum viele Leute so ungern erwachsen werden.
So nutzt es auch nicht´s sich die Dinge schönzutrinken, wenn sie hässlich sind!
Man kann vieles sowieso nicht ändern. Praktisch nichts lässt sich am selben Abend noch lösen. Man muss warten, bis der nächste Tag, die nächste Woche, ja manchmal das nächste Jahr da ist.
Das Jahr geht wiedermal zu Ende und siehe da, wir leben noch.

Wir leben noch trotz all unserer Ängste, unserer Befindlichkeiten, unserer kleinen und großen Nörgeleien die wir ständig von uns geben.
Vielleicht sollten wir das neue Jahr einfach auf uns zukommen lassen.

Auf uns zukommen lassen, mit jener kindlichen Naivität, die uns früher so stark gemacht hat und unter der wir es immerhin bis ins Heute geschafft haben…

Ich wünsche meinen Freunden und Lesern einen guten Rutsch und ein glückliches 2016.

Möge die Gesundheit mit uns sein und uns die Zeit etwas mehr Spielraum lassen uns mit ihr zu vereinen…
Euer JK

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Foto JK ©31/12/2015

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