Trübste Stimmung trübes Wetter trübe Aussichten…

Der Kopf reagiert grade auf das gesamte Trübsinnsangebot mit Zumachen und doch bleibt ein Gedicht im Augenwinkel hängen was es trifft…


Wie wird nun alles so stille wieder!
So war mir’s oft in der Kinderzeit,
Die Bäche gehen rauschend nieder
Durch die dämmernde Einsamkeit.

Kaum noch hört man einen Hirten singen,
Aus allen Dörfern, Schluchten, weit
Die Abendglocken herüberklingen,
Versunken nun mit Lust und Leid.

Die Täler, die noch einmal blitzen,
Nur hinter dem stillen Walde weit
Noch Abendröte an den Bergesspitzen,
Wie Morgenrot der Ewigkeit.

© Im Alter – Joseph von Eichendorff


Foto JK ©04/08/2021

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