Notizen an mich selbst…

Rilke schrieb einst: „Du musst das Leben nicht verstehen“ die Quintessenz war vielleicht für mich der Treibsatz mit dem Schreiben zu beginnen…

Du musst das Leben nicht verstehen,
dann wird es werden wie ein Fest.
Und lass dir jeden Tag geschehen
so wie ein Kind im Weitergehen von jedem Wehen
sich viele Blüten schenken lässt.

Sie aufzusammeln und zu sparen,
das kommt dem Kind nicht in den Sinn.
Es löst sie leise aus den Haaren,
drin sie so gern gefangen waren,
und hält den lieben jungen Jahren
nach neuen seine Hände hin.


So ein Blog der sich nun bereits über 1200+ Blogpost erstreckt ist für einmal Leser und Quereinsteiger natürlich eine Herausforderung. Da wird manchem, Kreuzberg erleben oder die Abgründe von Venedig erst einmal nichtssagenden daherkommen. Es läßt sich meist nur vermitteln wenn man sich da durchwurstelt, oder einen kennt, der notfalls einen kennt. 😎

Beispiel: Venedig, dort wurden wir, vier Familienmitglieder, von einem 5ten wohl aus der Galaxie Irrikranktistan stammend derart verarscht wie nie zuvor in sechs Jahrzehnten Leben. Die Einzelheiten die dort lesbar und somit nachverfolgbar in – ab Juni 2017 beschrieben sind kann der werte Leser dann sicher kaum fassen.

Die alten Geschichten aus meinem Leben sind da schon von anderer Struktur. Kurz und knapp aus dem Gedächtnis heraus aufgeschrieben und hier zu „Papier“ gebracht. Mittlerweile lesen Verwandte, Bekannte und Freunde ebenso wie andere Blogger hier gerne mal mit. Wobei einige natürlich auch regelmäßig. 👍🏻

Sagen wir einmal so, das Leben hat mich auch mit sehr vielen Geschichten ausgestattet. Die meisten sehr positiv und sehr, ja extrem, wenige auch negativ. Der Tod und die Irren der Welt entzaubern mir natürlich keine guten Gedanken und so kommt es natürlich erst nach dem sacken lassen zumindest bei den Toten am Ende doch zu guten Erinnerungen.

Der Berliner der ich seit meiner Geburt in Tempelhof nun einmal bin, liebt es direkt. Ich rede keine bunten Blasen an die Decke die im Nachhinein platzen und Teer und Asche über meine Gesprächspartner verschütten. Nein ich sage es wie es ist und danach hat derjenige zwei Möglichkeiten, entweder er sieht seinen Mist ein und wiederholt ihn besser nicht, oder er haut ab und zwar möglichst in ein Nirvana, welches mir unbekannt ist.

Ich erinnere mich da an eine etwa 80 jährige Omi die mit ihrem Krückstock vorm BVG Bus die Straße kreuzte und grade einsteigen wollte. Der Busfahrer sah sich genötigt rumzumaulen und als er nach seinen Schimpftiraden sagte nun steig schon ein, brüllte es aus Omi heraus: mit dir nicht du Armleuchter, – wobei sie mit dem Gehstock heftig die Karosse malträtierte. Der ganze Bus hielt sich vor grinsen die Hände vors Gesicht, während der Busfahrer einen Blitzstart hinlegte.

Nein man sollte mich nicht erzürnen. (Punkt)

Ich habe ja durch meinen Job Streitkultur gelernt und beherrsche es bis heute. Mit manchem konnte das gepflegte Bier danach wieder fließen. Wobei ich mich schwer damit tue, wenn meine Liebsten dort dreckig beschmutzt werden. Da hört dann jegliche Etikette auf.

Apropos Berlin, liefert auch dafür gute Beispiele: schaut man beim Bäcker zu lange in deren Vielfalt, heißt es nach „Willste koofen oder kiecken“ schon mal „der nächste BITTE wenn sich der junge Mann für nischt entscheiden kann“…


Foto/Text JK ©23/07/2021

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