Die Zukunft liegt nicht darin dass man an sie glaubt…

…sondern darin, dass man sie vorbereitet. So oder so ähnlich sagte es mal ein Schlauerle und wie gerne würde ich dem etwas abgewinnen. Aber das einzige Elixier was mich wach, am Leben, hält ist mein Enkel. Dem kleinen liebevollen Kerlchen muss ich Aufklärung verschaffen sobald er das rafft.

Huch wird da mancher sagen: und deine tolle Frau.

Nun sie kennt meinen Wunsch nach Ruhe. Sie weiß und musste es ja schließlich oft und oftmals genug erleben wie mein Leben war. Oftmals war da kein Platz für sie als Partnerin. Es waren über all die Jahrzehnte nicht nur Bosse, Freunde & Freundinnen die sich um mich rissen. Es gab Zeiten da ahnte sie nicht nur, nein sie wusste nicht die erste Geige spielen zu dürfen.

Mit einem wie mir zu leben war die sehr bewusste Entscheidung meistens in der zweiten Reihe zu sitzen und das Schauspiel annehmend anzuschauen oder daran zu verrecken. Sie entschied sich für die erste Variante. Es wäre mir selbst wohl nie passiert muss ich zugeben und hab selbstkritische Nächte erlebt in denen wir tränenreich unser Glück noch einmal beschworen.

Einmal schrieb sie einen Brief an mich. Ich denke das war die letzte „Willensphase“ von mir. Darin stand der einfach zu lesende Satz: ich wünsche dir alles Glück der Welt und mach dir keinen Kopf dich zu lieben bedeutet nicht dich zu besitzen. Bow das zog mir die Schuhe aus wie nie zuvor.

Da stehst du da mutterseelenallein und verstehst nichts mehr. Nicht das Leben, nicht die Welt, nicht die Liebe.

Am Scheideweg des Leben kommt dann bei mir natürlich wieder eine Frau ins Spiel. Jene liebe, schöne, einzigartige ganz große Herzfreundin aus Dubai, die mich spontan in die ausgebreiteten Arme nahm und mir in dieser kalten dunklen Nacht sagte: fahr zum Flugplatz ich hinterlege dir ein Flugticket und hole dich dann hier vom Airport ab.

Mir wurde in der Nacht erstmals richtig bewusst was „Freundschaft“ bedeutet und wie sie dir etwas verleiht das mehr ist alle Schwüre dieser Welt, – Hoffnung.

Wer mich auch nur annähernd kennt, der weiß dass ich die 70er, 80er, 90er ohne Luft zu holen gelebt habe. Und das eigensinnig, egoistisch, ausgerichtet auf mich. Als Frontmann einer Band in der damaligen Metalwelt hat niemand von mir etwas anderes erwartet. Egal ob David Bowie, Christiane F. egal ob am Mischpult bei Gary Moore oder auf der eigenen Bühne, nichts schien unmöglich zu sein. Nichts war groß genug Angst einzuflößen und nicht danach greifen zu wollen.

Mein Wille war unbändig groß und all die Versuchungen viel zu nah. Ich habe das Leben geliebt weil so viele mich liebten. Die Hommage an mich selbst hat mich oft blind gemacht im Wunderland der Illusionen…

Foto/Text JK ©01/06/2021

12 Kommentare zu „Die Zukunft liegt nicht darin dass man an sie glaubt…

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