Eine Hommage nach fast fünfzig Jahren…

Ach ja das Gespräch gestern, also die Gratulation an eine meiner ersten Freundinnen, ja das hatte was. Nun wie man wissen sollte ich bin ja einer der wie kaum ein zweiter zu seiner Vergangenheit aufschaut. Ich liebte mein Leben mit allen Ecken und ebenso den ach sovielen Kanten. Was mich an die hübsche Monika (damals 15 Jahre) so erinnert ist einfach ihre Natürlichkeit. Sie hatte tatsächlich nie einen Spleen und das fand ich damals ebenso toll wie heute.

Das was ich heute so Hammer mäßig finde ist der Tatsache geschuldet, dass unsere Gespräche sich so verhalten als wären all die Jahre dazwischen fortgewischt. Faszinierend gradezu ist ihre Stimmfarbe und deren Rhythmik, welche mir so vertraut zu sein scheint, als lebten wir noch in den 70ern. Wahrhaftig Wahnsinn, – das hat man selten so genial. Angenommen sie hätte mich nach all den Jahren im hier und jetzt einfach mal überrascht, ich glaube es hätte mir den Boden unter den Füßen zerrissen.

Natürlich wurde zu der Zeit damals wenig telefoniert denn die Eltern hatten die Hoheit über das graue Ding mit Wählscheibe. Wer wollte schon dass wer mithört. Natürlich fehlen den Gesprächen heute das jugendliche Liebesgesäusel sowie das geheimnisvolle einer frischen Liebe. Aber und da möchte ich gleich einhaken, es ist nach all der Zeit eine immer wieder leicht aufregende Auszeit vom normalen Leben.

Natürlich geprägt von all den Themen unserer Jetztzeit und den leidigen Wehwehchen des Alltags welche das Alter nun so mit sich bringt. Auch der Gedanke daran, dass man als jugendlicher die Dinge eben so gelenkt hat wie sie nun mal gekommen sind, bringen dem keinen bitteren Geschmack nach. Die damals wohl beste Freundin meiner heutigen Frau hätte dem wohl nichts hinzuzufügen. Man war Jung und hat gelebt.

Nun werden die Telefone wieder schweigen und gebrochen wird das, wenn das Leben normal weiter rollt, wohl erst zum nächsten Geburtstag…


Freudvoll
Und leidvoll,
Gedankenvoll sein,
Langen
Und bangen
In schwebender Pein,
Himmelhoch jauchzend,
Zum Tode betrübt;
Glücklich allein
Ist die Seele, die liebt.

Johann Wolfgang von Goethe

Foto/Text JK ©09/02/2021

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