Ich sterb im letzten Abendrot…

So ist mein Leben, wer weiß vielleicht bin ich morgen all tot, ich sterb im letzten Abendrot. So sangen es einst die wundervollen Barden Schobert & Black in den 70er Jahren. Jene die so schräge Limericks herausbrachten wie: Die Frau eines Blinden aus Schlehen hatte Liebhaber acht oder zehen der Blinde schrie raus, verlasse mein Haus, ich will dich nicht mehr sehen…

Nun Heute am 3. Januar ist die Welt nicht mehr so gelassen und witzig. Das Leben mit der Pandemie und auch mit der Depression macht zunehmend jeden Gedanken schwerer und das Aufstehen zur ultima Ratio. Nur weil es eben nicht ganz ohne ginge funktionieren noch die „Restreflexe“ in mir. Aber es ist auch kein Wunder…

Das Weihnachtsfest was zur Zumutung mutierte und ein Kind welches so von seiner Mutter gebrieft wurde, dass es beim Erblicken normalen „Essens“, egal ob abgebildet, im TV, oder gar am Esstisch sieht, wild mit einer Tonfolge wie BÄHHHH – aufschreit, weil es nicht Vegan, noch zumindest vegetarisch ist. Dem vom ersten Atemzug an eingeimpft wurde dass jeder der zu Fleisch, Wurst, Fisch greift, ein konsequenter Terrorist, Tierquäler, ja schier ein Monster dieser Zeit wäre und verbannt werden müsse.

Wenn ich nicht wüsste nur noch knapp 1,5 Jahre hier zu verweilen dann würde es rappeln bis alles „keimfrei“ wäre. Aber so bleibt nur warten auf das achtzehnte Lebensjahr des Bäh schreienden – alles aufnotierten wie eben auch schon Venedig und mit der „Auszahlung“ der angesparten Tantiemen fürs Lebensstartsäckel verknüpfen. Alt genug kann dann selbst über die aufgeschriebenen „Lebensschwächen“ der Protagonisten frühen Jahre nachgedacht werden.

Abgesichert durch einen Notar falls das eigene Leben bis dahin versagen sollte. Als ich 59 war, da hätte ich nie daran gedacht, dass mich je jemand so erzürnen könnte und mit seinem Tun derart entstabilisiert. Aber das traumhafte Venedig, so kann man es hier unter 2016 nachlesen wurde für uns Großeltern zu einem nightmare. – dem schlimmsten – gemeinstem – abartigstem was Großeltern erleben können. Darum lohnt sich das Niedergeschriebene mit einer von Geburt an geplanten Zuwendung zu verknüpfen und so die Dinge auf-zu >klären< .

Das neue Jahr ist also nun das Letzte hier. Bis zum Umzug stehen noch viele Maßnahmen und Tätigkeiten an und so hoffe ich bald wieder mehr Kraft darauf hin einsetzen zu können. Jedoch spüre ich sehr deutlich eine Art Kräfteverlust in mir. Da spielen grade eben beschriebene Dinge natürlich voll mit rein. Ein Mensch wie ich, mit der massiven Lebenserfahrung, der tausende Menschen analysieren musste, schon von Berufswegen in seinem Leben, an dem zerrt es natürlich doppelt und dreifach wenn er im bereits fortgeschrittenen Alter mit derartigem Verhaltensschemata konfrontiert wird.

Packen wir es also an, indem wir uns selbst treu bleiben und keinem Verfall preisgeben. Denn der Traum eines Kindes, den es irgendwann während des heranwachsen einmal träumt, kann durch die Vergessenheit schnell zu einem Albtraum werden…

Foto/Text JK ©03/01/2021

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