Berlin vor 89…

Es fehlt mir an jeder Ecke. Diese Anonymität einer geteilten Großstadt war einfach genial. Ok zumindest bei uns im Westen. Die Clubs, Restaurants und Bars waren bis auf wenige Ausnahmen 24/7 geöffnet. Langeweile – na um Gottes Willen.

Es war einfach immer was los. Und traf das irgendwann dann doch einmal ein, dann wurden spontan dreißig Leute ins Wohnzimmer gedrückt. Dort angekommen war dann Party und Nachbarn die nicht einschlafen konnten, spontan beteiligt.

In der Schlange, in Steglitz also Schlangenbaderstraße, das Kulthaus, wurde sich schon mal von einer Seite zur anderen terrorisiert, also mittels Schimpfwörter ohne Dynamit.

Aber es gab auch Plätze die schlichtweg kleine Kultplätze an der Mauer mitten in Kreuzberg waren. Das Lands End zum Beispiel. Eine Rocker Kneipe und Treff für Ganoven aller Art. Oft zu voll um sich reinzudrängen aber dann hat man den „Kick“ halt davor genossen. Polizei – negativ, die fuhren in den 70/80ern größere Bögen um den Laden. Es lohnte sich auch nicht dort nach Dealern zu suchen, die waren im Sound und Umgebung. Also weit weit weg, – für Berliner Verhältnisse.

Und ging tatsächlich mal gar nichts mehr, dann bestimmten wir einen der fährt und es ging durch die SBZ (sowjetisch besetzte Zone) nach Hamburg.

West-Berlin war das Zentrum der Welt für uns. Morgens um viere, nach dem Auftritt Steak essen, oder Thai, oder in den Athener Grill, oder doch nur ausgiebig Frühstücken – alles Null Problemo…

Ach menno wie mir das alles fehlt – schnief…

Foto/Text JK ©17/11/2020

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