Manchmal gibt es kein Entrinnen…

Oh je aufräumen wer hat das bloß erfunden? Na ja was muss das muss. Nach dem Motto das wollte ich schon lange tun und wenn ich jetzt danach suche könnte man ja gleich…

Also ran an den Feind. Und siehe da es war fast nicht so tragisch wie gedacht. Gut 4 Stunden sind dahin aber dafür habe ich nun das gute Gefühl zumindest bei der Frage wo ist denn.. zielgerichtet in die richtige Ecke zu greifen 😂

Der Lohn dafür ist irgendwie auch Schweiß, von einem Schrank zum nächsten und hoch und runter und und und… Na gut erledigt, man wird etwas stolz auf mich sein – also hoffe ich mal.

Das Wetter passte übrigens genial zu dem Job, es kühlt ab und wird dunkler am Horizont.

Chilige Musik vertreibt die schlechten Gedanken und das Gefühl etwas geschafft zu haben steigern die positiven feelings. Irgendwie hat man das Gefühl sich ständig die Hände waschen zu müssen. So alte Akten und deren Papier haben den Geruch einer anderen Zeit. Kurzfristig musste ich sogar eine Zwangspause einlegen. Zu sehr belastete mich das sortieren der alten Unterlagen meiner Eltern. Die Tränen kamen automatisch und es dauerte einen Moment des Sammelns bis ich weiter machen konnte.

Trau und Geburtsscheine aus einer längst vergangenen Zeit können nun mal belasten beziehungsweise alte Wunden aufreißen. Das war schon immer so, seit ich denken kann. Aber wie sagt man oft so lax: alles hat seine Zeit, so eben auch das Leben und der Tod. Beides steckt bereits bevor wir das Licht der Welt erblicken in uns.

Die Nacht heute war geprägt von Unruhe. Weiß der … wo das herkam. Jedenfalls bin ich müde ohne Ende und würde mich am liebsten aufs Ohr legen. Aber jetzt ist es zu spät sonst geht die nächste Nacht den Bach herunter.

Manchmal überkommt mich auch das Gefühl ob ich wohl im Leben alles richtig gemacht habe. Aber dann denke ich an Musil, der sagte: „Und eines Tages ist das stürmische Bedürfnis da: Aussteigen! Abspringen! Ein Heimweh nach aufgehalten werden, nicht sich entwickeln, Steckenbleiben, Zurückkehren zu einem Punkt, der vor der falschen Abzweigung liegt.“

Also der unerreichbare Punkt. Denn alles was war lässt sich nicht mehr ändern, noch reparieren und bleibt somit ein Teil unseres Vermächtnisses. Da angekommen sind wir wieder an dem Punkt dass alles seine Zeit hat. Die guten und die schlechten Sachen, – eben einfach alles…

Foto/Text JK ©15/10/2020

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