Sonntag der Tag mit Struktur jedoch ohne Ziel…

Erbärmlich war der Tagesanbruch von Schmerzen geplagt ging es über das Frühstück zur Garage. Das Vehikel braucht Nahrung, also Strom. Natürlich ginge das auch notfalls in der Garage, aber die Dauer und damit verbundenen Ladeverluste hielten mich davon ab. Außerdem ist die Ruhe am Ladepunkt, welcher sich etwa in 2 Kilometer Entfernung befindet, nahezu göttlich. Ein kleiner angelegter Zen Garten rundet dann alles ab. Ein Ort der Ruhe und Einkehr.

Während das Auto über die Nacht wieder voller Strom gewesen wäre, dauert der ganze Zauber am 22 Kilowatt Lader der Stadt grade einmal 45 Minuten. Man lernt im Laufe der Jahre mit einem E-Auto umzugehen. Achtung, man kann so viel falsch machen, – denn nirgendwo steht geschrieben…

Aber so ist es doch auch mit vielen Dingen des täglichen Lebens. Wobei das E-Auto für die meisten Menschen natürlich noch kein Standard geworden ist. Man sträubt sich und das vielleicht zurecht. Aber ich warne, wer sich einmal überwunden hat, der wird vor Begeisterung tirilieren. Ich weiß garnicht wann es einmal anders war, bei all dem was ich gemacht habe in meinem Leben. Da war erst meine große Liebe zur Musik, egal ob selbst gesungen oder aus sehr teueren Geräten dröhnend und dann direkt dahinter kam der Wunsch nach Zärtlichkeit, Wärme, Liebe und reizvollen Begegnungen mit dem anderen Geschlecht.

Waren es als Jugendlicher Anfangs noch die äußeren Reize so setzten sich mit zunehmender Reife die inneren Werte ebenfalls durch. Es musste also schon bald nicht mehr nur aussen sondern das Gesamtbild stimmen.

Ich denke Heute manchmal an die Anfänge und bin schnell dabei dem jungen Vogel von einst Vorwürfe zu machen. Aber meine Vorwürfe gehen oft auch weiter, denn ich sehe das Leben heute mit anderen Augen. Bin der Meinung jeder sollte das machen was er allein für richtig hielte und auf andere Bedürfnisse und erst rech Meinungen etwas scheissen…

Ja, das ist radikal, aber wozu wurden wir bei der Geburt auf den Weg geschickt?

Sicher nicht um das ganze Leben einem Anpassungsprozess hinterher zu rennen. Ich kann mich jedoch auch wenig beklagen. Als jemand der -fast- alles gemacht hat was er wollte und das sehr egoistisch, muss ich jetzt wohl die Luft anhalten. Das Foto heute zeigt ein Fundstück von damals. Eine Anlage für satte 25.000 DM und zur Rechten das Frauchen mit dem 1000 DM Lederrock natürlich vom Designer am Ku-Damm.

Meine Welt war mehr als die Musik und schöne Girls, meine Welt war viel zu breit gefächert um sie hier in genügender Form auszubreiten. Meine Welt war vielfältig wie die der Schmetterlinge. Der Glanz und der schöne Schein zogen mich in ihren Bann und niemals vermochte ich loszulassen sondern schickte mich an alles aufzusaugen und zu kosten…

Foto/Text JK ©06/09/2020

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