Vorsorge in Zeiten von Corona…

Es fährt ein Zug nach nirgendwo und ich bin nur ein Passagier. So oder ähnlich geht es mir grade. Neulich diskutierten wir über das Ende und ich kam sprachgewaltig zu dem Schluss dass ich bereits alles erleben habe können und es mir an nichts wesentlichem fehle.

Ruhe machte sich breit im Zimmer und ich blickte klar und zielgerichtet Richtung Himmel. Was mir der da oben bis heute vorenthalten hat, das benötige ich dann wohl nicht unbedingt.

Sorry aber so ein Leben muss einer erstmal geführt haben. Ich musste oft nicht einmal hier sagen und das Glück traf mich mitten am Schädel. Egal was es war jedesmal waren Spaß und Freude sowie Glück und Glanz meine Begleiter. Wer bitte kann das von sich behaupten.

Und auch wenn das Gesamtbefinden in letzter Zeit etwas schwächelt und ich mich oft nach der absoluten Ruhe sehne, würde nichts in mir auch nur ansatzweise Klage führen. -nichts-!

Ehrlich gesagt, also so unter uns, was bitte gäbe es noch??

Zuzusehen wie große Teile der Menschheit immer mehr verblöden?

Zuzusehen das die Verschwörer uns alle Gaga machen?

Zuzusehen wie wir Tiere, Umwelt, ja Menschen weiter schlecht behandeln?

Das brauche ich nicht!

Ja, ich habe gelebt, oft völlig bescheuert im Überfluss. Ich habe mehr für eine Stereoanlage ausgegeben wie mancher für einen Kleinwagen und ja ich habe nie einen Hehl draus gemacht dass ich Frauen liebe, von ihrer Anmut und Schönheit berauscht war und dabei Grenzen im gegenseitigem Einvernehmen übersprungen bin.

Jetzt in den Spiegel schauend muss ich mir aber auch eingestehen dass meine besten Jahre nur noch in meiner Erinnerung stattfinden. Aber auch das ist gut so. Ich schmunzele oft vor mich hin wenn meine Tagträume mich wie den Vogel auf dem Telefon Draht hinfort spült um irgendwo in längst vergangenen Zeiten Platz zu nehmen und zu genießen.

Meine Träume sind immer schon das große Plus gewesen. In ihnen lebt die Vergangenheit oft nahezu identisch der Gegenwart. Das bin halt ich, ich kann das eben. Gerüche, Lieder, Geschehnisse und vieles mehr erwecken in mir längst verstaubte Geschichten zu neuem Glanz.

Schon früher haben mich Menschen darum beneidet, oft insgeheim mit Argwohn, denn sie erkannten urplötzlich das Funkeln in meinen Augen und das schier unheimliche Glücksgefühl. Für all das bin ich dankbar und daher eben auch bereit für den letzten Zug nach nirgendwo.

Die Koffer sind gepackt, randvoll mit Liebe, Leben und Glück…

Das Glück war für mich immer wie ein Schmetterling, angelockt vom Duft der stillen Blüte, die sich öffnend dem Augenblick verschenkt.
Frei nach Andreas Tenzer

Foto/Text JK ©16/05/2020

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