Wir wollen den Schmerz noch nicht richtig begreifen noch zulassen…

Gedanken eng umwunden sprengen mein Hirn. Alles schmerzt und doch ist der Schmerz nicht greifbar. Etwas schmort im Schädel das sich zwar namentlich, nicht aber zu Ende gedacht zeigt. Aber es rumort und schlägt direkt auf unser Gemüt herab. Die Seele schreit bereits nicht genau wissend was kommt und vor allem was am Ende übrig bleibt.

Fakt scheint jedoch: alles wird nicht mehr sein wie es war. So wie wir es Jahrzehnte lang als „normal“ erfahren haben. Die Veränderungen werden nicht schleichend kommen. Ein gewaltiger Sturm wird viele hinfort fegen und am Ende dazu führen dass wir Abschied nehmen müssen von Gewohntem.

Es wird überall meßbar werden, jeder wird jemanden kennen den es zerrissen hat. Jeder von uns suchend nach dem treuen Laden der nahe unseres Umfeldes plötzlich verschwunden ist. Viele Schicksale werden uns berühren, menschlich entsetzen und auch in tiefe Trauer führen.

Nein, – es wir nicht das Ende der Welt sein, aber es wird schmerzlich sein. Schmerzlich für all jene welche es nicht geschafft haben und schmerzlich für uns selbst, die wir klar kommen müssen in dieser neuen Welt.

Das klingt jetzt vielleicht alles sehr pathetisch, aber ich bitte an dieser Stelle gerne um Verzeihung, handelt es sich doch um meine seelischen Leiden. Ich glaube viele von uns sind grade noch in einem Adrenalinstau, aber wir werden alle begreifen müssen, dass trotz der bisher guten Arbeit der Politik, vielen nicht geholfen werden wird. Solidarität gibt es zur Genüge aber auch sie wird gegen die Hartnäckigkeit der Pandemie nicht ausreichen.

Was mir in Zeiten wie diesen hilft sind kleine Sinn Sprüche an die ich mich gerne erinnere:

Aus kleinen Missverständnissen gegenüber der Wirklichkeit zimmern wir uns Glaubensvorstellungen und Hoffnungen zurecht und leben von den Brotrinden, die wir Kuchen nennen, wie arme Kinder, die Glücklichsein spielen.
Fernando Pessoa

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Foto/Text JK ©06/04/2020

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