Heimatlos sind viele auf der Welt…

…Hoffnungslos ist keiner auf der Welt
Einmal kommt für jeden die Zeit
Und ich hoffe, ich hoffe das Schicksal hält
Auch für mich noch einmal bereit…

Ja so geht ein altes Lied das mich als kleiner Junge durch Vaters Plattensammlung schon erreichte. Heute denke ich oft an solche Momente.

Denke an Quiberon, an die Atlantikküste mit ihren Stürmen und peitschenden Wellen. Manchmal wünschte ich dass mich das Meer und der Sturm schüttelt, mir damit die schlechten Gedanken vertreibt, ja mich mit aller Gewalt umarmt.

Vielleicht will ich deshalb auch nach Irland auswandern, denn letztlich stört mich an Quiberon einfach nur die Sprache. Französisch zu artikulieren war und wird wohl nie meins. Irisch zu palavern wurde mir dankenswerterweise schon in der Grundschule angetragen.

Aber natürlich gibt es dann auch den Jürgen in mir, der sich nach Ruhe und Geborgenheit sehnt. Einen Menschen der einen festhält wenn der Tag beginnt und der Abends wieder da steht wenn das Dunkel der Nacht die Ängste vor dem nächsten Morgen wieder herbei spült.

Der Dichter Otto Reinhards beschrieb das einst so:

„Welle umspült
den glatten Stein
aus der Tiefe
ans Licht geboren.
Gedanken bauen mir
ein Haus,
umrauscht vom Wind. –
Trautes
Lauschen
bleibt drinnen“

Ich denke das beschreibt meine Ängste recht gut und es zeigt auch meine Zuversicht alleine aus der Dunkelheit irgendwann wieder hervorzutreten…

.

Foto/Text JK ©20/02/2020

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