Nachtrag zu Depression…

Wenn das Schiff von der Höhe einer Welle in die Tiefe gleitet und von dort auf die nächste Welle gehoben wird, geschieht es mit einem derartigen Schwung, daß man meint, es zerbräche sofort in tausend Stücke. Hat man sich jedoch überzeugt, das nichts derartiges geschieht, wird man gelangweilt und ärgerlich. Der Ärger wandelt sich in Wut, und danach gerät man in einen Zustand der Depression.

Iwan Gontscharow

Das war natürlich eine Metapher und fast eine Stallvorlage für meine Geschichte. Denn was habe ich gemacht, wie verlief denn mein Leben? Es war ein Leben wie auf einer hohen Welle und jeder Welle folgten immer wieder neue Wellen. Dabei war oft eine immer höher wie die andere. Das Leben hat es gut mit mir gemeint. Es hat mich Dinge erleben lassen, die manch einem schon suspekt oder gar irrational erscheinen müssen.

Aber so war es nun einmal. Oft war ich dann mal weg und keiner vermochte zu sagen wann ich wieder auftauchte. Mein Leben war ein Selbstläufer und mein Umfeld zog da mit oder ließ es. Es war mir Ego Menschen egal. Ich wollte Leben. Oder besser ich wollte zwei Leben. Immer und überall habe ich es genossen und das beschreibt das Gedicht von I.G. genial mit den Wellen.

Genauso endete mein Leben abrupt und es ging von 100 auf 0. was kam war lange Weile und damit nicht genug Antriebslosigkeit. Man fängt an sich zu fragen was plötzlich passiert und findet keinerlei Antworten. Das ganze führt natürlich zu Frust und auch zu Wut, denn am Anfang versteht man sich selber nicht mehr.

Das ist dann der Anfang der ausgenutzt wird von den Krakenarmen der Depression.jeden tag zieht sich dich ein Stück weiter in ihren Bann. Und während du immer noch rätselst und nicht ahnst was mit dir passiert umschlingt sie dich und bringt die in eine Art Schockstarre.

Nichts geht mehr. Plötzlich fehlt jegliches Verlangen und flammen alte Gewohnheiten einmal auf, dann obsiegt solche eine Depression fast immer. Bequem und einfach muss alles sein und so bleibt man im Bett einfach liegen und sträubt sich gegen jedes noch so gut gemeinte Lebenszeichen…

Das ist die Gefahr die es zu überwinden gilt. Eine Gefahr die nicht durch lautes rumpeln in die Flucht geschlagen wird, sondern durch viel Verständnis, Ruhe und Liebe und Geborgenheit.

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Foto/Text JK ©08/09/2020

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