Berliner Jungens die sind richtig…

Ach ja die Kindheit, was für ein Traum. Man trällerte munter ein Liedchen und lebte einfach in den Tag hinein. Schule, nun ja, das war nicht ganz so wichtig. Einzig das Klassenziel erreichen, Luft holen und durch. Wir lebten mitten in Kreuzberg. Kreuzberg zog sich nach Osten SO36 und Westen SO61 und bei uns war grade noch so eben 61. wie man damals sagte das bessere Kreuzberg. Wobei ich gestehen muss dass ich das bis zum 16. Lebensjahr nicht begriff.

In Berlin war irgendwie alles anders. Die Sommer waren länger, der Frühling intensiver, der Herbst lustvoll und bunt und der Winter sonnig weiß und aushaltbar.

Freunde gab es zuhauf und Möglichkeiten etwas auszuhecken immer. Wir haben die Kindheit in Kreuzberg genossen. Fuhren mit den Rädern kreuz und Quer und wurden nur durch die Mauer begrenzt. Was dahinter geschah, also von uns aus im Osten, das war uns scheiss egal.

Also Kind bekam ich zwar den Mauerbau 61 mit, jedoch auch wenn ich meine Oma ab und an vermisste, so konnte diese ja uns im freien Westen bald besuchen.

Aber die Kindheit rannte bereits, wir merkten es nur noch nicht so, wie der alte Mann heute.😎

So kam es bereits früher als gedacht, dass sich die ersten Gänseblümchen im Bauch entwickelten. Ich müsste schwindeln ob ich noch 13 Jahre Alt war, ich denke schon. Es war im Grunewald im Monat Mai- ähäm so genau weiß ich es wirklich nicht mehr. Da war ein Mädchen das mich wegen meiner Küsse lobte, ja fast in den Himmel hob..(grins)

Jahre später hörte ich das Kompliment dann schon mal öfter und natürlich jedes Mal gerne.

Richtig spannend wurde mein Leben dann so ab 16. zunehmend kamen Clubs und Bars in meinen Lauf. Freunde kamen und gingen und auch mein Einfluss auf meine Kreise bekam mehr und mehr Struktur. Heute kann ich sagen ich war einer mit dem man gut auskommen, aber auch viel Spaß haben konnte. Der Reigen meiner Freunde und Begleiter wuchs und in jeder noch so wilden Phase wuchs auch mein Verlangen nach Zweisamkeit. Geborgenheit war mir wichtig. Seinen Frieden finden irgendwo auf der Welt. Tja ich hatte Glück, fand was ich suchte bereits mit 16 Jahren und hab es heute noch. Wobei ich bekennen muss, dass das an der Hartnäckigkeit meiner damaligen Bekanntschaft lag, die mich immerhin bereits mehr als die offiziellen 40 Jahre gegen alle Widrigkeiten verteidigt hat…

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Foto/Text JK ©30/01/2020

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