Neu Jahres Erwachen…

Es ist 6 Uhr als ich auf den Wecker sehe, noch anderthalb Stunden Zeit. Zeit in der man sich wünscht sie möge nie vergehen. Einfach die Stille genießen und die Hoffnung haben, dass je mehr man auf die Uhr sieht, die Zeiger langsamer ihren doch immer gleichen Weg verstreichen lassen. Doch es kommt wie jeden Morgen, müde stehst du auf, wohl wissend dass du gleich wieder was in die Fresse bekommst und doch besser deinen Mund halten solltest.

Sehnsüchte werden wach, die es heißt zu unterdrücken und so mogelst du dich in den Tag hinein, um ihm das Beste abzuringen. Schwerfällig ziehst du deine Kreise, konzentrierst dich darauf zu funktionieren und notfalls da zu sein. Deine Wünsche nach Freiheit und Leben stehen in der letzten Reihe und ihre Rufe verhallen noch bevor dich ihre Schreie erreichen können. Du sehnst dich nach der Stille des einsamen Jungen der in seinem Bette unter der Decke verweilt.

Deine Gedanken sind ausgerichtet auf das Ende des Tages. Wenn der Abend kommt und dir mit seinen sanften Melodien über die Haare streichelt spürst du wieder Kraft und Mut. Erst wenn du dich nach einem langen Tag, müde in die Nacht gleiten lässt, klopft wieder die Angst an deine Tür. Die Angst vor dem neuen Morgen, der dich um 6 Uhr wach werden lässt um dir noch anderthalb Stunden zu schenken..

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Foto/Text JK ©08/01/2020

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