Perspektivischer Wechsel – oder meine philosophischen Gedanken zum Fest…

Ich würde gerne ein neues Buch schreiben, so eine Art Zukunftsrede. Ein Buch in dem wir nachlesen können wer wir werden wollten und wer wir am Ende wirklich waren. Es sollte ein Buch werden, das aus dem Blickwinkel der vollendeten Zukunft auf die Gegenwart zurückblickt, was sicherlich eine merkwürdige Perspektive ist für jemanden, der dann ja selbst keine Zukunft mehr hat.

Aber wo liegt der Reiz, reicht es nachzeitig zu schauen, also aus der Perspektive dessen, der sich seiner Zukunft berauben will, weil sie ihn vielleicht sogar schauert, im Vorauslaufen zurückblickend, um sich so besser erkennen zu können, und zwar in den Blicken derer, die man enttäuscht haben wird..?

In diesen Betrachtungen wäre wohl viel Melancholie aber immer auch Sorge um die verlorenen Seelen derer Menschen, welche unser Leben durchstreiften.

Wenn es mir gelänge, so ein Buch zu schreiben und danach doch wieder im jetzigen Augenblick zu leben, also wieder hier zu sein, in dieser Zeit, in der unsere Welt die Frage nach dem Überleben aller grade neu stellt, hätte man eine doppelte Rendite. Man könnte die Welt noch retten und die eigene Seele gleich mit.

Ich denke, eine eindringlichere Predigt für die Adventszeit wird man in diesen Tagen nicht so leicht finden…

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Foto/Text JK ©14/12/2019

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