Nachtgedacht, die….

Es gibt Momente im Leben, da wagen wir Menschen ganz laute Gedanken. 

Meist sind es Übergänge, Zeiten des Umbruchs, Abschiede, die  uns fragen lassen: 

Wer bin ich eigentlich, wo stehe ich, wo ist mein Platz im großen Ganzen und habe ich alles richtig gemacht.

Nun vielleicht ist es der Effekt, dass unsere Telefonbücher immer mehr zusammengestrichen und somit dünner werden. Auch wenn das vielleicht jetzt nicht das ganze Bild erfasst, nicht zeigt, wohin die eigene Reise einmal geht, stehen bleiben ging nie mit einem wie mir. Heute denke ich, oder sagen wir mal ich bilde mir ein zu wissen, wo Hoffnung fehlt, dort wo dieser Funke verglüht, da erlischt auch all der Lebenswille.

Und so bin ich wie immer auf dem Weg durch die Ewigkeit:

Meine Ewigkeit, die einzig angetrieben wird von der Liebe zu den Menschen und meinem Willen zu leben.

Das bedeutet nicht, dass ich unsterblich bin. Es klingt vermessen, aber es gibt eben Menschenleben, die verglühen, wie ein Funken im Feuer, und diejenigen, die bleiben weil sie es unendlich wollen. Die meisten meinen, dass sie eine Mission zu erfüllen haben und das macht sie stark und scheinbar springen sie dem Tod von der Schippe.

Die Geschichte scheint meiner Idee nicht immer recht zu geben. Andererseits, es gibt diese Momente auch im Leben der normalen Sterblichen, in denen sie sich nichts mehr wünschen als eben dieses „Nicht-enden-wollen“. Was kann also so falsch daran sein? Die Liebe will Ewigkeit, auch wenn die Erfahrung immer wieder dagegen spricht. Nichts ist berechenbar, vor allem nicht das Leben.

Wir wünschen uns Liebe, die nicht endet und Leben, das nicht bedroht ist durch den Tod. Beides gibt es nicht für uns auf dieser Erde. Wenn da nicht die Ewigkeit wäre und der, der die Zeit in Händen hielte, dann bestünde vielleicht  doch Hoffnung auf eine Art Unsterblichkeit. 

Und wer weiß es wirklich, ob da am Ende vielleicht doch Einer ist, der zu uns sagt:


„Ich bewahre die Erinnerung für Dich eine Weile auf,
geh nur kurz, aber sage nicht auf Wiedersehen, 
lass einfach den Abschiedsgruß weg
denn ich weiß wie sehr du mich liebst…“

Foto/Text JK ©20/11/2018

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2 Kommentare zu „Nachtgedacht, die….

  1. Nachdenkliche Zeilen lieber Jürgen. Lebenswille, Hoffnung sind wichtig, auch Sehnsucht ist ein Motor und vor allem Liebe, so denke ich. Eben auch die Liebe, die in einem selbst ist und uns befähigt andere zu lieben, ihnen davon etwas zu geben. Wenn die Liebe stirbt, dann meine ich, steht es sehr schlecht um einen Menschen, damit schwindet auch die Hoffnung und der Lebenswille. Solange wir Liebe geben und empfinden besteht Hoffnung und wenn Liebe zurückkommt, umso besser und schöner, auch wenn wir das nicht immer erwarten dürfen.
    Das sind mal so meine Gedanken dazu.
    Liebe Grüße Ariana 🙂

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