Die Realität ist im Arsch…

Früher sagten die Propheten, „jede Erscheinung beweist ihre Notwendigkeit durch ihr Dasein.“

Aber grade in der heutigen Welt beweist doch der tägliche Blick, vorbei an Smartphone und Tablet, dass viele von uns längst vergessen haben, was, beziehungsweise wo die Realität ist.

Ständig werden wir mit New´s vollgestopft, müssen kaum noch zwischen Wahrheit oder Quatsch unterscheiden, denn auch die augenscheinlich richtige Haltung wird uns bereits vorgekaut.

Warum eigentlich noch das eigene Hirn einschalten und belasten?

Längst bezieht sich dies nicht mehr auf Weltpolitisches, oder regionale Probleme. Nein, es fängt schon im Freundeskreis an. Da trifft man einen Gutmenschen und wenn der dann sagt: „nun ja der Herr/Frau X.P.Z. ist ja ein goldiger und lieber Zeitgenosse“, dann ist man schon erstmal erstaunt doch erst die abschließenden Worte, „aber letztlich doch ein Arschloch“, holen uns zurück in die gern geglaubte Realität, die uns grade das eigene Denken abnimmt und eingehämmert werden soll. Dankbar greifen wir zu, das eigene Hirn abschalten und mal „nur“ zustimmend nicken zu müssen.

Einfach genial…

Sorry und was ist mit der Realität?

Alfred Hitchcock hat einmal gesagt: „Ein Blick in die Welt beweist, daß Horror nichts anderes ist als Realität.“ Nun ganz so weit würde ich vielleicht nicht gehen wollen.

Aber der Mensch entdeckt zuletzt nicht die Welt, sondern seine Tastorgane und Fühlhörner und deren Gesetze.

Aber ist deren Existenz nicht schon ein genügender Beweis für die Realität?

Ich denke, einzig der Spiegel beweist die Dinge.

Tatsachen gibt es sonst nicht, sondern nur unsere ureigensten Interpretationen.

Aus geistigen Taten, werden somit leicht unsere Tatsachen. Tatsachen, die es oft so über die Interpretationen eines Einzelnen hinaus, gar nicht gäbe.

Aber wie könnten Menschen dann ähnliche Interpretationen des Geschehenen haben?

Ganz einfach, sie würden nicht deckungsgleich zum gleichen Schluss kommen. Nur Mathematik hat Vorgaben. (Nach) – Denken, vor allem über die Realitäten des Lebens, über das Ausstrahlen von Empathie anderer Menschen, kann nur in einer realen Welt stattfinden. Nur dort kann ich sehen, fühlen, ertasten und mich letztlich auf meinen gesunden Menschenverstand einlassen.

Nicht umsonst sagte schon Arthur Schopenhauer einst:

„Die einzige Welt, welche jeder wirklich kennt und von der er weiß, trägt er in sich, als seine Vorstellung, und ist daher das Zentrum derselben.“

Deshalb eben ist jeder in sich, Alles in Allem. Er findet sich als den Inhaber der Realität und es kann ihm nichts wichtiger sein als er selbst.

Viele von uns leben schon lange nicht mehr in der Realität, sondern in ihrer eigenen surrealen Welt die geprägt ist durch Wertungen und Ängste, Gewinn und Verlust, Vertrautheit und Fremdheit und sich einzig am WorldWideWeb und dem daraus resultierenden Freundeskreis orientiert. Versucht es doch mal mit der puren Realität!

Ach ihr kennt den Weg nicht?

Realität, ganz einfach, das ist dort wo der Pizzabote immer herkommt.

Foto/Text JK ©11/10/2018

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