Scheiden tut weh…

Irgendwann redet man dann von der Vergangenheit aber bis dahin ist es ein langer Weg. Jede dritte Ehe in Deutschland scheitert offiziell. Partnerwechsel gehören mittlerweile zum bundesrepublikanischen Alltag wie der Wechsel der Wohnung oder des Arbeitsplatzes. 140.000 Kinder verlieren dabei jedes Jahr den Zusammenhalt in ihrer Familie. Hinzu kommt noch die wachsende Zahl von Kindern aus den zerbrochenen Partnerschaften ohne Trauschein. 
Zwei Drittel der von Trennung betroffenen Kinder sind jünger als sechs Jahre. Scheiden tut weh, am meisten den Kindern. Ihr Vertrauen in den ewig währenden elterlichen Schutz wird erschüttert. Müssen sie miterleben, wie der Vater oder die Mutter aus der Wohnung auszieht, packt viele die Angst, selbst irgendwann alleingelassen zu werden. Oft geben sich Kinder selbst die Schuld am Zerwürfnis der Erwachsenen. 
Da drängt sich die Frage auf, welche Spuren ein derart einschneidendes Erlebnis in den Seelen der Betroffenen hinterlässt. Zerdepperte Teller und zerstochene Reifen, düstere Drohungen und perfide Unterstellungen – das Repertoire frisch Getrennter ist variantenreich. Zehn bis zwanzig Prozent aller Trennungen weisen ähnliche Muster auf, schätzen Experten. Sie bezeichnen Nervenkriege als „hochkonfliktiv“. 
Fast immer suchen Paare irgendwann die Konfrontation vor Gericht, dann kann es sein. Da sitzen die Expartner dann, begleitet von ihren Anwälten, einander gegenüber. Zwischen ihnen eine dunkle Wolke aus Enttäuschungen und Kränkungen, Wut und Rachedurst. Manche Streithähne bedenken den Intimfeind im Adressverzeichnis ihres Handys mit besonderen Verbalinjurien: 
„Geldgeier“ leuchtet dann auf dem Display auf, wenn die Ex anruft, oder „Arschloch“, wenn der Ex am Apparat ist.

Aber die Frage die sich mir nicht heute, nein, auch nicht erst gestern stellt:

Was ist eigentlich wenn sich die Hälfte eines Landes dazu entscheidet mit seinen Partnern einen Bruch zu begehen?
Wer leidet hier und darf man überhaupt einen Teil einer Gesellschaft leiden lassen?
Nehmen wir noch mal die Eltern, hier bringt der Erwachsenenkonflikt mit sich: Im Krieg ums Kind wird ausgerechnet der, um den es geht, vergessen. Gehen wir auf den anstehenden Brexit, dann muss ein halbes Volk die Suppe auslöffeln, die ihm seine bessere Hälfte eingebracht hat.
Nö, ich finde das falsch! Heute war das große Weh zu sehen weil einigen klar wird wo das hinsteuert und sorry, das, lässt Theresa May völlig kalt! Ich hoffe sie bekommt dafür irgendwann mal ihre Rüge und ich hoffe, dass Schottland sich am Ende mit seiner Abspaltung durchsetzt. Auch wenn es hier natürlich auch wieder große Teile des Volkes betrifft.
Wir Menschen der Welt müssen uns jedenfalls für die Zukunft Gedanken machen, wie wir mit den Aufgaben einer sich immer stärker globalisierenden Welt in Zukunft umgehen…

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Foto/Text JK ©30/03/2017

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