Lasagne zum entlieben…

Ist das noch übrig von der schlechten Laune, oder kann das weg? Ja beim Zwiebelschneiden kann mancher schon mal Luft ablassen und grade erinnere ich mich an eine, die konnte schäumen vor Wut. Jedenfalls wenn sie über ihren verheirateten Typen erzählte den ich gerne auch „ach, Don Hinhalter“ nannte. Nun ich bin ja sicher selbst kein Kostverächter, aber jede sollte sehen, wo, aber eben auch manchmal wie, die Liebe hinschlägt. 
Zu den angeschwitzten Zwiebeln landete der fein geschnittene Radicchio für ca. 5 Minuten im Topf und während ich die Béchamelsoße herstellte, war das Stöhnen wenigstens einmal kurz vorbei. Natürlich dauert nichts ewig und so kam dann auch die nächste Welle welche sich wie all die vorigen über das männliche A. Entlud. Platsch machte meine Soße wohl vor Schreck und ich zog sie etwas vom Herd.
Schon oft hatte ich ja meine Einwände gegen einen Verheirateten Typen, noch dazu mit Kindern und Schwiegerelterlicher Existenz geltend gemacht, aber nein, lieber drei blaue Augen, als aufzuhören an den Weihnachtsmann zu glauben. 
Zusammen schichteten wir das Radicchiogemüse, Gorgonzolawürfel, Béchamel und Lasagneblätter und bestreuten die Zwischenräume mit reichlich Kräutern der Provence. Der Ofen hatte mittlerweile Temperatur erreicht und somit hatte sie beide etwa 180 Grad. 😉
Vielleicht hätte ich beide für 40 Minuten versenken sollen, aber ich entschied mich dann doch lieber meiner Freundin zum xten Mal den Kopf zu waschen. Also legte ich wie schon so oft los und auch diesmal ließ ich keinen Schmerz aus um ihr wieder mal vor Augen aufzuzeigen, dass es eben auch so Typen gibt, welche sich gerne auf mehrere Beziehungen einlassen, ohne auch nur einen Gedanken damit zu verschwenden an ihrer erhobenen Position auch nur einen Krümel zu verändert. 
Warum denn auch? 
Ein, zwei oder drei Geliebte plus eine Ehefrau, das wird für den Pascha nie langweilig. Einzig muss er zusehen, dass seine Schäfchen sich nicht zufällig in die Quere kommen und keinerlei Ungunst oder gar Neid aufzukommen droht.
Tja die Ansprache saß wie immer kräftig und als die Lasagne sich mit einem „Bing“ als essbar meldete waren auch ein paar tiefe Seufzer auf dem Weg zu hören.
Lecker war die Lasagne und sie war auch danke des Parmesan, den wir als letzte Schicht dazugegeben hatten recht würzig. So freute ich mich schon auf den wundervollen Abend und den guten Wein, den wir vorher beim Einkaufen ausgesucht hatten.
Lass uns mal den Wein genießen und heute nicht mehr von meinem Eierkopf reden sagte sie und rutschte dabei neben mir sitzend, fast bis in die Liegeposition auf der Couch. Wie du willst meine Kleene und ich wüsste doch sowieso was jetzt noch kommen würde! – Ach? – Ja! – Menno, Jürgen, ick liebe den Typen eben immer noch so dolle… 😉

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Foto/Text JK ©24/02/2017

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