Rückblickend vorausschauend betrachtet…

Das Jahr 2016 war wohl alles andere als ein Mainstream Jahr. Immer wieder mussten wir uns den Kopf neu sortieren und schnell auf die Bedrohungen der Zeit reagieren. Wären wir zu oft dem Strom gefolgt, wer weiß, vielleicht wären wir mit ihm untergegangen. Aber mal ehrlich, wer hätte auch gedacht, dass dieses Jahr so viele Menschen von uns gehen, dass ARD & ZDF sogar Sondersendungen wie „Niemals geht man so ganz“ ins Programm rufen. Und folgt man der weithin verbreiteten, vereinfachten Denkweise, dann fragt man sich natürlich auch irgendwann: Warum geben wir so vielen Menschen Asyl und warum nutzen das so viele aus um uns weh zu tun. Ich werde hier nun auf einen prophetischen Ansatz verzichten, gebe jedoch zu bedenken, dass wir Menschen viele Dinge tun, von denen wir sicher wissen, dass sie auch mal zum Tode führen können. Nehmen wir mich, der Flug nach Dubai, das streifen des Kriegsgebiets im Flugzeug und all die Nationen, die sich dort die Klinke in die Hand geben. Kurioser Weise hatte ich dort eher entgegengesetzte Gefühle. Fühlte mich erstmals frei und angekommen in einer Welt des multikulturellen Lebens.
Wiki benennt…

Der Mainstream (englisch für Hauptstrom) bzw. Massengeschmack spiegelt den kulturellen Geschmack einer großen Mehrheit wider, im Gegensatz zu Subkulturen oder dem ästhetischen Underground. Der Mainstream ist eine Folge einer Kulturdominanz.
Der Begriff Mainstream ist mir bereits aus dem vorigen Jahrhundert bekannt denn damals wurde er in der Popkultur als Abgrenzung zum Independent und entsprechenden Subkulturen verwendet.
Schon früh war mir jedoch klar, dass man Begriffe dieser Art immer mit Vorsicht genießen sollte.
Zu schnell läßt es einen ins Schubladendenken fallen und sämtlichen Individualismus menschlicher Überlegungen oder aber auch Geistesschwäche vergessen. Prinzipiell sage ich für mich immer: warum nicht dem Mainstream folgen, wenn er für mich etwas gutes im Gepäck trägt.
Aber wie gesagt ich muss nicht jede Art von rhetorischen Schnörkel nutzen um mich klar nach außen zu definieren.
Lustig, oder auch nicht, oder vielleicht besser zu einem Lustspiel, wurde meine Haltung zum großen Griechen-Theater. Dem Hauptstrom folgend pinkelte mir doch ganz still und leise eine Freundin aus der Schweiz ans Knie und meinte natürlich allgemein ausgerichtet, dass der dem Hauptstrom folgende Pöbel sich wohl wie immer Hirnlos in den Abgrund stürzen wird, aber ihr dies auch prinzipiell wurscht sei.
Nun ich gebe zu, die Schelle saß und gegen alle Erwartungen, dem Mainstream diesmal nicht folgend, kickte ich sie kurze Zeit später von meiner Freundesliste.
Ich meine es handelte sich hier ja auch nicht um irgendeine Kulturdominanz oder gar Hegemonie, sondern einzig und alleine um die in mir heranwachsende Erkenntnis, dass selbst der Mainstream wenn er wollte, sich dem Gang aufs Klo nicht entziehen könnte.
Und das nicht nur weil auch die größte volle Hose einmal entleert werden muss. So war es nun 2016, so wird es sicher 2017. Denn eines ist ganz gewiss, die Irren sterben auch im nächsten Jahr nicht plötzlich aus. So werden wir letztlich nur weiterleben, wenn es uns gelingt eine gute Rute zwischen Mainstream und eigenen Pfaden zu finden. 
Das Leben ist kein Ponyhof und egal wo wir entlang gehen, kann uns auch der Zorn eines Irren, das Aussetzen der Motoren, ein wildes Tier oder eine blöde Bananenschale aus ihm reißen…
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Foto/Text JK ©29.12.2016

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