The Places where i used to play…

Auch diese Jahr gehört Weihnachten bald der Geschichte an und so sitze ich, wie so oft an Weihnachten bei einem Glas Wein und genieße die Melancholie dieser Zeit. Es ist irgendwie auch meine Zeit. Weihnachten, Fest der Liebe und vor allem der Besinnlichkeiten an denen wir uns nicht satt genug laben können. Meine Mutter liebte Weihnachten und erst als sie ging, merkte ich wie sehr mir ihre kleinen Fimmel in der Weihnachtszeit lieb geworden waren. Plötzlich war es ganz ruhig geworden. Es roch zwar nach Weihnachten aber es sollte nie wieder so sein wie es war.
Viele Freunde von früher sind schon gegangen und wenn ich mich im Spiegel betrachte, oder auf eines dieser Selfies mit meinen Lieben, dann sehe ich einen alten Typen, der scheinbar jedesmal mit Schmerzen an die gute alte Zeit zurückdenkt. Ja, da ist etwas dran und speziell wenn ich an Plätzen stehe, mit denen ich schöne Erinnerungen verbinde. Dann entzündet es urplötzlich eine Liebe in mir die mich noch ein letztes Mal mitzunehmen scheint. Mitzunehmen in eine Welt des Erlebten. In meine Welt eben und noch bevor ich es schaffe den Moment zu realisieren, holt mich auch die eigene Melancholie ein und die, hat mir schon manches Mal die Beine weggezogen.
Als ich damals geboren wurde, hatte ich keine Wahl und wusste nicht auf was ich mich da einlassen würde. Niemand weiß was einem das Leben ins Buch schreibt und wenn ich es gewusst hätte, dann hätte mich die Angst es zu verbocken wohl vorher eingeholt. So aber, im Rückblick war es eine Erfolgsgeschichte. Mein Gott was habe ich alles erleben dürfen. Ein Leben hoch zehn und niemand konnte mich aufhalten. Wie ein Surfer auf einer Welle der Unendlichkeit. Oft egoistisch aber nie egozentrisch sondern immer mit Charme und manchmal auch mit Tiefgang oder Höhenflug. Leben halt besser 22 Stunden am Tag als 15 und lieber sieben Tage die Woche als fünf.

Was genau in den 80ern passierte ist mir bis heute garnicht so hundert Prozentig klar. Wozu auch, meine Haare sind grau, ergo habe ich es überlebt.
Nun ich denke wir haben damals auch ein paar brennende Brücken hinterlassen und mancher Blick zurück ist in der Realität grausamer ausgefallen als heute in der Erinnerung davon zu spüren ist. Aber mein Glück war mir bis heute hold. So kann ich heute nicht unbedingt immer voller stolz, jedoch mit einer Art von Zufriedenheit auf all die Jahre zurückblicken und zu mir selbst sagen:
Ich habe nie versucht vor der Vergangenheit zu fliehen weil ich bei allem was ich einst tat immer selbst hinter mir gestanden bin…
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Foto/Text JK ©26/12/2016

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R.I.P. George Michael

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