Oral hilft nun mal kein Botox…

Verstecke dich ruhig in deinem Schneckenhaus, wenn die Welt dich wieder einmal für etwas bluten lassen will, das du nicht bereit bist auf deine Schulter zu heben. Denke von mir aus an den Tod oder vielleicht lieber daran, was gewinnst du, wenn du dein Leben noch ein wenig verlängerst?Egal ob Himmel oder Hölle, jede Reise in die Realität ist so kalt, dass sie dir Augen aus eisigem Stahl verpasst. Am Ende hilft auch kein Versteckspiel mehr und auch wenn du dir ausmalst jetzt noch den Witzbold zu geben, lass es lieber sein. 
Zu ängstlich, um einem Fremden zuzuhören, zu schön, um deinen Stolz zu riskieren. Du wartest auf jemanden, der dich versteht. Aber auch du hast Leichen im Keller und das bereitet dir gleichzeitig auch Angst jemand könnte dir so nahe kommen, dass er dich erkennt, das Wahre, Richtige, den verletzten Menschen in dir. 
Du schreist, damit es aufhört, sagst, dass das Leben angefangen hat dich zu betrügen, alte Freunde hätten es nur darauf angelegt dich zu übervorteilen. Immer und immer hörst du die Stimmen der Nacht und kannst doch ihren Anweisungen kaum folgen:
Halte fest, um was du kämpfst, lass es nicht zu, dass sich deine Tränen jetzt aufstauen denn es wird Zeit, dass du die Kontrolle wieder übernimmst.
Die ganze Nacht hindurch hast du wach gelegen und dich einmal mehr selbst umschlungen. Der kleine Junge in dir, der doch in deinen Träumen noch jede Hauptrolle rocken konnte und am Ende auch hat. Was braucht es da, einen Second-Hand Filmstar, einen der noch zärtlicher spielt als du, noch betonter artikuliert und welcher noch mehr in seiner Rolle aufgeht. 
Weißt du es noch, als junge hast du bereits geglaubt, dass das einzige Heilmittel für Schmerzen Liebe ist. Also großer Junge, wie wäre es nun mit einer großen Portion für die Welt. Zumindest so viel, dass auch andere sie wie durch deine Augen sehen könnten. 

Aber auch dir ist momentan alles zu beängstigend. Auch du spürst das Feuer wird immer kälter. Zu schön – zu denken, dass Alles nur daran liegen könnte weil auch du älter wirst. Du suchst jemanden, der dir eine Antwort gibt, aber was du siehst, ist nur eine Illusion. Alles Irrungen und Wirrungen und es scheint so als bist du von allem umgeben. Redest plötzlich davon, dass das Leben angefangen hat dich zu hintergehen und selbst Freunde haben es einzig darauf angelegt dich zu betrügen und zu lügen.
Was bleibt ist nur das große Knäul an Müll in deinem Schädel und diese bohrende Stimme in deinem Kopf die scheinbar aus dir herausschreien will: 
Halte das fest, um was du kämpfst…wenn ich dir helfen kann, lass es mich einfach wissen. Ich will wissen, ich will dich kennenlernen. Nun, lass mich dich auch kennenlernen. Ich will dich fühlen, dich berühren als lass mich in deiner Nähe sein. 
Aber höre ich das wirklich und wenn ja, wessen Stimme sagt das. Nun, ich hoffe nicht dass ich träume, ich bete da ich weiß, was ich sehen möchte. 
Gib dich nur nie auf, erkenne und finde deinen Weg zu einem Ort, an welchem man einfach nur gut genug fühlen können muss. Zu fühlen, das allein bist du. Niemand kann besser mit geschlossenen Augen fühlen was um einen herum passiert. Du warst darin ein König, landetest immer zielgenau mit all deinen Emotionen und hast niemals jemandem auch nur ein Schauspiel vorgespielt, der deinen Weg gekreuzt hat weil er dich brauchte. 

Du allein weißt genau was du fühlst, denn sämtliche Sorgen sind irgendwann allein deswegen in dir drin, weil sie dir nicht verborgen geblieben sind. Einer wie du muss dafür auch weiterhin parat stehen, parat stehen dafür dass kein Mensch an seinem Schicksal verblutet. 
Also bitte fange an es einzusehen, dass die Menschen in deinem Leben sind, einzig um sie zu lieben. Winde dich nicht heraus denn für dich ist der Gang zu den Menschen nunmal die einzig gangbare Lösung. Die Einsamkeit zu suchen wäre der Tod. 

Vielleicht nicht der körperliche, aber der geistige und was wäre eine Hülle ohne Geist, was und wer würde auf Dauer noch etwas dafür geben einen kühlen Körper ohne Geist zu berühren der seinerseits nichts mehr von sich Preis geben könnte.
Sich zu helfen, um sich selbst zu helfen. Wer sagt, dass wir immer nur cool sein müssen. Warum müssen wir überhaupt so cool sein. Nun ich denke wir sind oft wie solch verdammte Narren. Narren wie sie die Welt zu Tausenden hat, weil wir uns nicht trauen über unser innerstes ich, Buch zu führen und das Buch, unser Buch, auch bereitwillig zu veröffentlichen. 
Nicht umsonst erschrecken wir im wöchentlichen Rhythmus über Dinge, die Menschen verzapft haben, und die wir dachten genau zu kennen. Ängste zu erkennen ist genauso wichtig wie sie zu bekämpfen. Jeder Kampf erfordert klare Regeln damit wir auch eine Chance haben ihn zu gewinnen. Fünfzig, Fünfzig, so soll es sein und so kann jeder antreten sein Leben zu meistern.
Das Leben einfach zu verwalten wäre auf Dauer keine wirkliche Option. Man muss auch die Last spüren, die einem das Leben auferlegt, sonst wird man nie jene Leichtigkeit fühlen, mit der uns das Leben zu vielen Zeiten verwöhnt. 
Wir verleben ohne große Gedanken daran zu verschwenden, die Sekunde, den Tag und jede Stunde. Oft vergehen Tage an denen wir die Schönheit, die Geschenke die uns das Leben bereitet unbeschwert genießen, sie für normal halten, uns keine Gedanken darüber machen. Erst wenn wir einmal aus dem Jubel erwachen und uns das Leben auch die schlimmen Tage parat hält, wünschen wir jene Tage zurück.
Umgeben wir uns also mit Menschen und natürlich möglichst mit Menschen welche uns auch verdienen. Erfreuen wir uns mit ihnen gemeinsam an der Lebensfreude, denn an ihr können wir Menschen uns am besten aufrichten, sie ist am Ende unser größter Trost…
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Foto/Text JK ©28.05.2016

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